Der choice overload effect bei der Partnerwahl oder warum weniger Auswahl glücklicher machen kann

Mehr Auswahl macht nicht unbedingt glücklicher. Das konnte in zahlreichen Studien gezeigt werden. Die beiden amerikanischen Forscher Sheena Iyeengar und Mark Lepper (2000) konnten beispielsweise zeigen, dass Kunden, die zwischen 6 Marmeladen- oder Schokoladensorten wählen durften mit ihrer Wahl wesentlich glücklicher waren als Personen, die zwischen 25 Sorten wählen konnten. Sie waren auch eher bereit tatsächlich eine Glas Marmelade oder eine Tafel Schokolade zu kaufen. Dieses Phänomen der „Qual der Wahl“ wird in der Psychologie choice overload effect genannt.

HeyHallo

Weiterlesen

Der Benjamin-Franklin-Effekt – Oder warum man andere öfter um einen Gefallen bitten sollte

„Entschuldigen Sie bitte, darf ich Sie kurz um einen Gefallen bitten …?“

Wenn wir jemanden erfolgreich um einen Gefallen bitten, werden wir ihm dadurch sympathischer. „Wie bitte, das muss doch andersrum sein, oder?“ könnte man meinen. Die meisten denken, wenn sie anderen bereitwillig helfen, mögen diese Personen sie mehr. Tatsächlich ist es aber genau umgekehrt, wie schon Benjamin Franklin wusste. Er machte von diesen Trick vor allem als junger aufstrebender Politiker Gebrauch, um die Sympathie politischer Gegner zu gewinnen (Franklin, Woolman, & Penn, 1909).

BenniFranklin

Weiterlesen

Das Prinzip des Konsensus oder die Sache mit den Hotelhandtüchern

Ein weiterer Ausflug in die Persuasionsforschung

 Was ist der meist geklaute Gegenstand in (europäischen) Hotels? Laut einer Infographik, die letztes Jahr in der Zeitung Die Welt veröffentlicht wurde, sind es Handtücher, gefolgt von Bademänteln und Kleiderbügeln. Schlusslicht der Liste bilden – verständlicherweise, bedenkt man den logistischen Mehraufwand – TV-Geräte und Matratzen.

Handtuch

Weiterlesen

Der Halo-Effekt

Was schön ist, ist auch gut! So einfach ist das! Oder doch nicht?

Venus

Unser Gehirn ist sehr effizient darin mit den vielen Informationen, die täglich auf uns einströmen, umzugehen und hat über die Jahrmillionen „gedankliche Abkürzungen“ entwickelt, die sehr ressourcensparend sind. Eine dieser Abkürzungen ist das „What is beautiful ist good Stereotyp“ zu deutsch „was schön ist, ist auch gut“.

Weiterlesen